Großer Zuspruch beim Patiententag 2011 in der Klinik für Prostata-Therapie: Der Ruf nach schonender Prostata-Therapie wird lauter

(Heidelberg) Es war bereits der dritte "Tag der offenen Tür", zu dem die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie nach Heidelberg eingeladen hatte. Gäste aus ganz Deutschland und auch aus dem europäischen Ausland nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort und aus erster Hand über die faszinierenden Methoden einer schonenden Prostata-Therapie zu informieren.

Mehr als 150 Gäste besuchten die Vortragsveranstaltung und fast ebenso viele kamen hinzu, um sich die hochmodernen Klinikräume im Medizinischen Zentrum Heidelberg-Bergheim (:medZ) ausführlich zeigen zu lassen. Alle Patientenzimmer, alle Besprechungs- und Untersuchungsräume sowie die einzelnen OP-Bereiche standen zur Besichtigung offen.
"Warum das Behandlungskonzept der schonenden Prostata-Therapien so erfolgreich ist" lautet der Eröffnungsvortrag des Urologen Dr. med. Joachim-Ernst Deuster, der vor fast 20 Jahren die Heidelberger Privatklinik gegründet hat. Unter seiner Leitung wurde die Einrichtung zum Wegweiser moderner, schonender Therapieformen in der Prostata-Behandlung. Manche Verfahren - noch vor Jahren kritisch von der damaligen Schulmedizin beäugt - wurden inzwischen fast zum Goldstandard der Urologie.
Der Mitgesellschafter der Klinik, der Urologe Dr. med. Thomas Dill, machte eindrucksvoll deutlich, wie sehr eine schonende Diagnostik zu einer schonenden Therapie gehört - quasi der ganzheitliche Ansatz der Urologie. Dieser gilt für die Behandlung der gutartigen Prostata-Vergrößerung und mehr noch für die Behandlung der Krebserkrankung der Prostata. Hier kann dank modernster Ultraschallmethoden wie der Elastographie in Kombination mit computertomographischen Aufnahmen immer mehr auf Prostata-Biopsien verzichtet werden.
Wird ein Tumor in der Prostata ausgemacht, bieten sich verschiedene Verfahren an, die individuelle auf den Patienten und die Schwere seiner Erkrankung abgestimmt werden. Wichtigstes Verfahren ist hier der hochintensiv fokussierte Ultraschall (HIFU), der seit Jahren in der Heidelberger Privatklinik erfolgreich angewendet wird, wie der Urologe Dr. med. Martin Löhr berichtete.
Dass Patienten immer mehr nach schonenden Therapieformen verlangen, wurde in den Diskussionsrunden deutlich. Viele Patienten fühlen sich von der klassischen Schulmedizin und ihren aufwändigen und teuren Operationsmethoden eher abgeschreckt und fürchten Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz, die sich nicht selten nach einem operativen Eingriff mit Entfernung der Prostata einstellen. Zahlreiche angereiste Patienten konnten aus ihren reichhaltigen Erfahrungen erfolgreicher Behandlungen an der Prostata-Klinik berichten, und so wurde der Patiententag auch zum intensiven Diskussionsforum von Patienten untereinander.
Abdruck honorarfrei. Beleg erbeten.