Rezūm-Wasserdampftherapie erfolgreich bei gutartiger Prostatavergrößerung

(16.06.2020) - Klinik für Prostata-Therapie erweitert das Spektrum schonender Therapieverfahren bei Prostata-Erkrankungen

Die schematische Darstellung zeigt den Dampfaustritt aus der Spitze der Nadel, die bei einer Rezūm-Behandlung durch die Harnröhre in die Prostata geführt wird. Der heiße Wasserdampf tötet das gewucherte Gewebe in der Prostata nach wenigen Wochen ab, und der Urin kann wieder problemlos ablaufen. (Foto: Boston Scientific / Klinik für Prostata-Therapie)

(Heidelberg) – Beschwerden beim Wasserlassen sind ein charakteristisches Symptom einer gutartigen Prostatavergrößerung. Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH), wie die Prostatavergrößerung genannt wird, kann zu einer fast unmerklichen Abschwächung des Harnstrahls bis hin zu deutlichen Blasenentleerungsstörungen mit resultierenden Blasen- und Nierenschäden führen. Rechtzeitig erkannt sind die Beschwerden jedoch mittlerweile sehr gut und sehr schonend zu beheben. Ein neues Verfahren ergänzt die Palette schonender Verfahren.

Neben den bewährten Laserverfahren wie dem Greenlightlaser und dem Evolvelaser kommt an der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie nun ein weiteres, besonders schonendes Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostata-Vergrößerung zum Einsatz. Es arbeitet nicht mit Laserlicht, sondern setzt auf die Kraft von Wasserdampf. Bei dem sogenannte Rezūm-Verfahren [sprich: „Resüm“] wird ebenfalls über die Harnröhre eine Sonde schmerzfrei und unblutig in die Prostata geführt. Der Operateur überwacht alle Vorgänge über eine zystoskopische Kamera, deren Linse an der Spitze der Sonde sitzt und die ihre Bildinformationen über einen Lichtleiter zur Kamera übermittelt. Zusätzlich zur Kamera enthält die Sonde auch eine feine Nadel, die der Operateur dann durch die Harnröhre hindurch in das gewucherte Prostata-Gewebe schiebt. Dieses Gewebe engt die Harnröhre ein, was zu einer sogenannten Obstruktion führt. Diese behindert den Patienten beim Wasserlassen und sorgt für einen häufigen, lästigen Harndrang.
In kurzen Dampfstößen, die etwa neun Sekunden dauern, zerstört der Urologe das gewucherte Gewebe – ein Vorgang, der insgesamt zwischen drei und 15 Minuten dauert. Das abgestorbene Gewebe wird vom Organismus abgebaut, und wenige Wochen nach der Behandlung ist die Linderung der Beschwerden deutlich spürbar. Vollständig abgeschlossen ist der Abbau der Zellen etwa drei Monate nach der Behandlung.
Sollte das Gewebe erneut wachsen und es erneut zu Problemen beim Wasserlassen kommen – was bei allen Prostata-Therapieverfahren der Fall sein kann – lässt sich das Rezūm-Verfahren erneut anwenden.
Die Behandlung ist sehr schonend und läuft in der Regel mit einer Kurznarkose. Weitere Medikamente sind nicht erforderlich, und der Patient kann wenige Tage nach dem Eingriff wieder seinen beruflichen oder Freizeitaktivitäten bis hin zum Sport nachgehen. In Spezialkliniken wie der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie kann der Patient die Klinik in der Regel am Folgetag wieder verlassen. Er muss nur noch einige Tage einen Katheter nutzen.
In Deutschland gilt die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie auch beim neuen Rezūm-Verfahren als Wegbereiter; nur wenige Urologischen Kliniken und Praxen in Deutschland nutzen bislang die neue Technologie. In den USA wurde es von dem renommierten Medizintechnik-Unternehmen Boston Scientific (Marlborough, Massachusetts, USA) weiterentwickelt.

Martin Boeckh, Wissenschaftsredakteur

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