Behandlung von Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium

Nicht bei allen Patienten wird Prostatakrebs rechtzeitig erkannt.
In diesen Fällen ist es unter Umständen bereits zur Ausbildung von Tochtergeschwulsten, so genannten Metastasen gekommen.
In solchen Fällen ist eine vollständige Heilung kaum noch möglich. Allerdings sind medikamentöse und ergänzende Behandlungen sinnvoll, die die Symptome lindern oder beseitigen, Komplikationen unwahrscheinlich machen oder verzögern und die Lebensqualität insgesamt deutlich verbessern.

So besteht auch bei nicht-heilbaren Stadien des Prostatakrebses die Möglichkeit, zunächst eine medikamentöse Verkleinerung des Tumors zu erreichen. Im weiteren Verlauf kann mit einer schonenden Greenlightlaser-Behandlung die Prostata so verkleinert werden, dass Probleme beim Wasserlassen gelindert oder komplett beseitigt werden.
Nach entsprechender Abheilung kann zusätzlich eine HIFU-Therapie der tumorösen Prostata-Anteile unter Schonung des Kontinenz-Schließmuskels und anderer umliegender Strukturen durchgeführt werden. Hierdurch wird zum einen die Tumorlast deutlich reduziert. Zum anderen werden hierdurch weitere Komplikationen wie das Einwachsen des Tumors in die Harnblase oder anderer benachbarter Strukturen aufgehalten.
Sollten bereits Knochenmetastasen bestehen, können in Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren gezielte Bestrahlungen der betroffenen Regionen erfolgen, um so die Symptome und Komplikationen wirksam zu bekämpfen.
Auch in schwierigen Situationen bestehen Möglichkeiten, den Patienten mit schonenden Methoden nebenwirkungsarm und effektiv zu helfen.