HIFU-Therapie bei Prostata-Krebs

Das HIFU-Prinzip mit dem Sonablate 500 der 3. Generation

Die Klinik für Prostata-Therapie hat sich daher auf ein neuartiges minimal-invasives Behandlungskonzept für das Prostatakarzinom spezialisiert: Die HIFU-Therapie nach dem Sonablate 500-Prinzip. HIFU steht für High Intensity Focused Ultrasound. Es handelt sich um einen energiereichen gebündelten Ultraschall. Dieser ist anders als der für die Ultraschall-Bildgebung eingesetzte Ultraschall in der Lage, punktgenaue Hitze-Areale in einem zuvor definierten und determinierten Gewebebereich zu erzeugen. Hierdurch kann der entsprechende Gewebebereich auf 90°-100 °C über maximal drei Sekunden erhitzt werden, was zu einem Absterben von Tumorzellen führt.
Mit dem Sonablate 500-Gerät der 3. Generation wird die Ultraschall-Aufnahme mit dem modernsten, bildgebenden Verfahren der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) kombiniert. Damit lassen sich noch kleinere Tumorherde lokalisieren und fokal, also eng begrenzt behandeln.
Die HIFU-Behandlung ist seit gut 15 Jahren fester Bestandteil unseres Behandlungsspektrums. Die Klinik für Prostata-Therapie war eine der ersten in Europa, die die Chancen der schonenden Krebsbehandlung mittels fokussiertem Ultraschall erkannt hat. Daher kann die Klinik auf einen langjährigen Erfahrungszeitraum zurückblicken, in dem sich über 1000 Patienten dem HIFU-Verfahren unterzogen haben.

Weitere Informationen zu den neuen Technologien finden sich hier im Pressebereich.

Vor jeder Behandlung steht eine ausführliche Beratung; in alle medizinischen Entscheidungen wird der Patient von Anfang an mit einbezogen
Bei einer HIFU-Behandlung sendet der Schallkopfhoch fokussierten, intensiven Ultraschall aus.
Die schematische Zeichnung macht die Funktionsweise deutlich.

Die Behandlung

Die Ultraschallsonde wird über den Enddarm direkt vor der Prostata platziert, so dass die Energieapplikation direkt auf das Zielorgan erfolgen kann. Eine Überhitzung umliegender Strukturen (vor allem der Enddarmwand) wird durch ein spezielles Kühlsystem vermieden. Auf diese Weise lässt sich die gesamte Prostata behandeln, so dass sämtliche Tumorzellen absterben. Eine Operation ist hierbei nicht erforderlich. Der Schließmuskel wird bei dieser Therapie erkannt und nicht mitbehandelt, so dass eine Inkontinenz unwahrscheinlich ist. Je nach Lokalisation des Prostatatumors ist eine Schonung der Potenznerven möglich, so dass eine Impotenz vermieden werden kann. Bei kleinen Tumoren, die mittels Hochauflösender MRT genau lokalisiert werden können, kommt gegebenenfalls auch eine fokale Therapie in Betracht. Das bedeutet, dass lediglich der Prostatabereich behandelt wird, in dem das Prostatakarzinom nachgewiesen wurde. Hierbei kann unter Umständen die vollständige Funktion der Prostata erhalten werden (inklusive Samenerguss). Nach der Behandlung wird ein Katheder durch die Harnröhre eingelegt, da es vorübergehenden zu einer Anschwellung der Prostata kommt. Dieser Katheter kann nach ein 1 bis 2 Wochen wieder entfernt werden. Die Patienten können jedoch die Klinik einen Tag nach der HIFU-Therapie verlassen.

Liegt gleichzeitig mit dem Prostatakarzinom eine Vergrößerung der Prostata vor, kann eine Reduzierung des Prostatavolumens vor der HIFU-Behandlung sinnvoll sein. Diese kann in der Regel sehr schonend mit dem Greenlight-Laser durchgeführt werden. Wie bei allen Tumorerkrankungen, muss auch beim Prostatakarzinom nach der Therapie eine sorgfältige Nachbeobachtung erfolgen. Sie dient dem Überwachen des Heilungserfolges sowie dem frühzeitigen Erkennen von meistens gut behebbaren etwaigen Behandlungsfolgen. In der Regel empfehlen wir eine Nachuntersuchung nach einem Monat, anschließend im ersten Jahr nach der Behandlung alle 3 bis 6 Monate.

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