Prostatakrebs

Prostatakrebs ist in Deutschland

Mit fast 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Männern.Beim Prostatakrebs fangen Zellen der Prostata ohne benennbare Ursachen an zu wuchern; dabei können sie umliegende Strukturen infiltrieren und Lymphknoten oder Knochen befallen.

Man unterscheidet heilbare lokal begrenzte Tumore von fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren. Oft wird das Prostatakarzinom, wie der Prostatakrebs medizinisch heißt, im Rahmen der Vorsorge in einem frühen und gut heilbaren Stadium erkannt. Häufig führen jedoch Spätsymptome wie Schmerzen durch Knochenmetastasen zu der Diagnose. Doch auch in diesen Stadien ist eine wirksame Behandlung des Prostatakrebs – wenn auch keine Heilung mehr – möglich.

Was tun?

Die radikale operative Entfernung der Prostata ist die am häufigsten eingesetzte Therapie beim Prostatakarzinom. Neuere Studien zeigen jedoch, dass aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen nur sechs Prozent der Operierten tatsächlich von einem invasiven Eingriff profitieren.

Das HIFU-Verfahren und das IRE-Verfahren stellen alternative Behandlungskonzepte dar. Beide Behandlungsmethoden eignen sich im hohen Maße zur fokalen, also zielgerichteten Therapie von Prostatakrebs: Erkranktes Gewebe lässt sich millimetergenau und individuell behandeln. Das HIFU-Verfahren mit dem Sonablate 500 nutzt hochintensiven Ultraschall, um Krebszellen durch Hitze zu zerstören. Hierbei ist auch eine Behandlung der gesamten Prostata möglich.

Die Irreversible Elektroporation (IRE-Verfahren) ist ein modernes, nicht-thermisches Therapieverfahren, das die Krebszellen durch Spannungsimpulse zerstört, ohne dass dabei die umliegenden Areale irreparabel verletzt werden. Die Klinik für Prostata-Therapie ist die bislang erste Urologische Klinik in Deutschland, die das IRE-Verfahren bei Prostata-Krebs standardisiert einsetzt.